Los geht’s: mein Weiterbildungsjahr 2018/19

Was einkaufen auf dem Markt der Weiterbildung?

Böse Zungen behaupten ja, dass Trainer, Berater und Coaches füreinander die  beste Zielgruppe in Sachen Weiterbildung sind. Wer anderen weiterhelfen möchte, gibt selbst auch gern Geld aus für die Erweiterung des eigenen Wissens. Dementsprechend groß ist das Angebot von Qualifizierungen für „unsereins“. Damit stellt sich die Frage: wonach entscheiden? Und dann ist ja da auch noch die Sache mit  der Finanzierung….

3 Auswahlkriterien in Sachen Weiterbildung

Ganz grundsätzlich finde ich ja, dass die eigene Weiterbildung für Trainer, Berater und Coaches extrem wichtig ist. Und das nicht nur, um auf dem aktuellen Stand des eigenen Wissensgebiets zu sein. Noch viel wichtiger finde ich,  die eigenen Akkus wieder aufzuladen, um dann wieder für andere dasein zu können. Trainer, Berater und Coaches leisten für ihre Mandaten ja nicht nur den unmittelbar beauftragtem Job. Wenn sie ihre Sache gut machen, spenden sie jede Menge Energie an Menschen und Gruppen. Das sollte man dann z.B. daran merken, dass die Motivation steigt, ein Ruck durchs Unternehmen geht, Dinge plötzlich wieder einfach gehen usw. usw. Unsere Energietanks sollten wir regelmäßig auftanken – die eigene Weiterbildung ist ein wesentlicher Punkt dabei.  Meine letzte große Ausbildung 2014 /12015  zur systematischen Organisationsentwicklung hatte genau diesen Effekt für mich. Vielleicht liegt darin ja auch der „Suchtfaktor“ in Sachen Weiterbildung begründet….

„Das klingt ja spannend“ –  das denke ich bei den allermeisten Werbeangeboten in Sachen Eigenqualifikation. Da ich aber selbstverständlich nicht alles wahrnehmen kann, was sich gut anhört, stellt sich die Frage der Auswahlkriterien. Im Laufe der letzten Jahre haben sich da für mich 3 Punkte herauskristallisiert, nach denen ich entscheide:

  1. Kann man es erlesen oder braucht es dafür mehr als ein Buch?

    Solange es  „nur“ um Wissen geht, komme ich mit vernünftiger Fachliteratur gut zurecht. Das Basiswissen des Projektmanagements, das Konzept von „Working out loud“  oder die Prozess-Sprache BPMN gehören für mich in diese Kategorie. Wenn es dagegen  Übung braucht, um etwas tatsächlich auch anwenden zu können, sieht die Sache anders aus. Dann möchte ich aufs Ausprobieren und auf Feedback im geschützten Raum nicht verzichten.

  2. Ist es eher theoretisch interessant oder für meine Arbeit praxisrelevant?

    Als prinzipiell neugieriger Mensch könnte ich mich für viele Dinge begeistern. Hier halte ich gewissermaßen Disziplin und frage: hilft mir das wirklich in meiner täglichen Beratungspraxis oder wäre es einfach nur nett, darüber Bescheid zu wissen? Um das entscheiden zu können, braucht es eine regelmäßige Beschäftigung mit dem eigenen Beraterprofil.

  3. Hat der Anbieter einen Vorsprung an Wissen und Erfahrung, von dem ich profitieren möchte?

    Das ist wie bei der Auswahl eines guten Restaurant. Da geht es auch nicht nur ums „Sattwerden“. Ich möchte etwas erleben, das ich so anderswo (oder zu Hause) nicht finden kann. Diesen Anspruch habe ich auch an meine Weiterbildung. Ich möchte vom Vorsprung anderer profitieren. Gern zahle ich dafür, wenn es einen echten Mehrwert gibt.

Die Sache mit den Kosten

Genau da liegt ja oft  der wunde Punkt: wie finanziert man Weiterbildung? Zum Glück gibt’s Förderprogramme. Die Investitionsbank Sachsen-Anhalt finanziert mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfond Weiterbildungsmaßnahmen von Unternehmen im Land. Als Freiberufler kann ich davon profitieren. Das ist eine super Sache und sozusagen mein ganz persönliches Europa-Erlebnis.

Signet IB-ESF

Meine Auswahl in Sachen Weiterbildung

Zwei  Weiterbildungen werde ich in den nächsten Monaten absolvieren:

  1. Agile Führung bei next-u mit Bernd Österreich und Claudia Schröter. Hier möchte ich lernen, wie es konkret gelingen kann, Hierarchien in Unternehmen abzubauen und selbstorganisierte Formen von Führung und Verantwortung zu implementieren. Hier geht’s zur Website des Anbieters: https://kollegiale-fuehrung.de/portfolio-item/berater/
  2. Systemische Strukturaufstellungen bei SYST mit Insa Sparrer und Matthias Varga von Kibèd. Hier geht es darum, Zusammenhänge in Organisationen und Unternehmen auf ungewohnten, eher nicht-rationalen Wegen zu erkennen und zu verstehen. Hier geht’s zur Website des Anbieters: https://syst.info/ausbildungen/organisationsberatung

Ich freue mich riesig auf beides. Also dann, los geht’s.

2 Kommentare
  1. Anke
    Anke sagte:

    Liebe Katharina, das hört sich richtig gut an und ich bin gespannt auf Deine Erfahrungen. Bis zum nächsten Austausch.

    Antworten
  2. Katharina Ibrahim
    Katharina Ibrahim sagte:

    Liebe Anke, nachdem ich nun zurück aus Hamburg bin, kann ich nur sagen: das hat sich echt gelohnt. Viel gelernt und eine tolle Erfahrung., Bis bald Katharina

    Antworten

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